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Arbeitszeugnis - Arbeitsrecht München Top 10

 

Was ist ein Arbeitszeugnis?

Jedes Arbeitszeugnis dient als Leistungsnachweis. Arbeitsrechtler unterscheiden zwischen einfachen und qualifizierten Arbeitszeugnissen. Das einfache Arbeitszeugnis hat in der gegenwärtigen Arbeitswelt kaum einen Nutzen, deshalb geht es hier ausschließlich um das qualifizierte Arbeitszeugnis und das sogenannte Zwischenzeugnis. Letzteres unterscheidet sich nur durch die zeitliche Bedingung seiner Erstellung.


Das qualifizierte Arbeitszeugnis

Das qualifizierte Arbeitszeugnis bewertet die erbrachten Leistungen und das Verhalten eines Arbeitnehmers am Ende seines Arbeitsverhältnisses, während das Zwischenzeugnis selbiges zwischendurch tut.


Welchen Nutzen hat ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?

Ein gutes Arbeitszeugnis hilft bei der Suche eines neuen Jobs. Ein schlechtes Arbeitszeugnis sollten potentielle neue Arbeitgeber besser nicht zu Gesicht bekommen. Hingegen wirkt ein ausgezeichnetes Arbeitszeugnis bei der beruflichen Entwicklung wie ein Katalysator. Darum ist es äußerst empfehlenswert, sich ernsthaft um das bestmögliche Arbeitszeugnis zu bemühen.

Der Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis

Wer hat Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis? Wie lange besteht der Anspruch auf qualifiziertes Arbeitszeugnis? Wann muss der Arbeitgeber ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellen?


Wann haben Arbeitnehmer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis?

Immer wenn ein Arbeitsverhältnis endet, hat der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Während eines laufendes Vertrages kann er ein Zwischenzeugnis verlangen. Darauf hat er keinen Rechtsanspruch, jedoch kann er ein Zwischenzeugnis verlangen, wenn er einen der folgenden triftigen Gründe nennt:

●    Beförderung
●    Betriebsübernahme
●    Betriebszugehörigkeit
●    Chefwechsel
●    drohende Insolvenz
●    Elternzeit
●    Jobwechsel innerhalb des Unternehmens
●    Sabbatical
●    Stellenabbau
●    Versetzung
●    Weiterbildung

Auch wenn kein triftiger Grund vorliegt kann ein Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber anfordern. Es ist völlig normal etwa alle zwei Jahre einen Zwischenbilanz ziehen zu wollen.


Qualifiziertes Arbeitszeugnis beantragen?

Ja, unbedingt. Der Arbeitgeber muss das qualifizierte Arbeitszeugnis nicht von sich aus ausstellen. Darum bedarf es der Initiative des Arbeitnehmers. Reagiert der Arbeitgeber darauf nicht, sollte er das qualifizierte Arbeitszeugnis anfordern, indem er den Arbeitgeber schriftlich eine zweiwöchige Frist setzt.

Wird das qualifizierte Arbeitszeugnis fristgemäß ausgestellt, ist alles gut. Falls nicht, sollte der Arbeitgeber per Einschreiben abgemahnt werden. Lässt er auch dessen Frist verstreichen, muss das Arbeitszeugnis beim Arbeitsgericht eingeklagt werden.

Der Königsweg ist, das Arbeitszeugnis selbst zu verfassen oder verfassen zu lassen und dem Arbeitgeber zur Unterschrift vorzulegen. Das erspart dem Arbeitgeber Zeit und gibt Ihnen die Kontrolle über dessen Inhalt.


Qualifiziertes Arbeitszeugnis: Rechtsanspruch 30 Jahre?

Nein. Das ist schon lange Geschichte. In der Vergangenheit besaßen die Arbeitnehmer tatsächlich einen dreissigjährigen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis gegenüber ihrem Arbeitgeber.


Qualifiziertes Arbeitszeugnis: Anspruch endet nach drei Jahren

Heute sieht die Gewerbeordnung nur noch einen dreijährigen Anspruch vor. Der Anspruch kann jedoch auch vor Ablauf dieser Dreijahresfrist verwirkt werden, wenn der Arbeitgeber den Anspruch längere Zeit nicht geltend macht.


Qualifiziertes Arbeitszeugnis: Pflicht zur Abholung

Tatsächlich darf der Arbeitnehmer nicht erwarten, dass ihn sein Arbeitgeber das Arbeitszeugnis zuschickt. Es reicht, wenn er es zur Abholung bereit hält. Befindet sich der Arbeitgeber jedoch mit dessen Ausstellung in Verzug, hebt es die Holschuld des Empfängers aus. Das gilt auch, wenn die Abholung des Arbeitszeugnisses mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand verbunden ist.

 

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis schreiben

Was muss in einem qualifizierten Arbeitszeugnis stehen? Was gehört in ein wohlwollendes qualifiziertes Zeugnis? Welche Wörter sollten in einem Arbeitszeugnis nicht stehen? Wie soll ein sehr gutes Arbeitszeugnis aussehen? Wann ist ein Arbeitszeugnis gut?


Welche Informationen gehören in ein Arbeitszeugnis?

Ein vollständiges qualifiziertes Arbeitszeugnis sollte folgende Elemente beinhalten:
●    das Wort “Zeugnis” als Überschrift, 
●    Vor- und Zuname des Arbeitnehmers, 
●    Geburtsdaten, 
●    Ausstellungsort,
●    Ausstellungsdatum,
●    Name des Unternehmens, 
●    Unterschrift des verantwortlichen Autors,
●    Dauer der Beschäftigung seit dem Eintrittsdatum,
●    Beschreibung der Haupt- und Nebentätigkeiten
●    Grund für dessen Ausscheiden (nur wenn es der Arbeitnehmer wünscht),
●    Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Geschäftspartnern,
●    Beurteilung Arbeitsleistung,
●    Beurteilung Arbeitsbereitschaft,
●    Beurteilung Arbeitsbefähigung,
●    Beurteilung Arbeitsweise
●    spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse.


Worauf ist in einem Arbeitszeugnis zu achten?

Im Übrigen haben Arbeitnehmer Anspruch auf die Übergabe eines unversehrten Arbeitszeugnisses, also eines dessen Blätter nicht verschmutzt, zerknittert oder gefaltet (!) sind. Das Arbeitszeugnis darf keine Durchstreichungen oder Verbesserungen enthalten und muss in einer einheitlichen und üblichen Maschinenschrift, sauber, ordentlich und gut lesbar gedruckt werden. Schreib- oder Grammatikfehler dürfen ebensowenig enthalten sein, wie Frage- und Ausrufezeichen. Die Eintragungen handschriftlicher Zeichen ist untersagt.

Es gibt viele Varianten akzeptabler Formulierungen eines Arbeitszeugnisses. Übertriebenes Lob gehört nicht dazu, weil es Arbeitnehmer albern aussehen lassen kann. Bei den Formulierungen kommt es auf die Feinheiten an. Die Bewertung im Arbeitszeugnis orientiert sich an den Schulnoten 1 (sehr gut), 2 (gut), 3 (befriedigend) 4 (ausreichend) und 5 (mangelhaft).

Für jede Note haben sich bestimmte Formulierungen eingebürgert. So entspricht die Formulierung “zu unserer Zufriedenheit” lediglich der Note 4 und die Formulierung “stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ der Note 1. Lassen Sie sich bitte nicht, von vermeintlich wohlklingenden Formulierungen täuschen. Um sicherzugehen, legen sie das Arbeitszeugnis besser einem erfahrenen Arbeitsrechtler vor.


Was ist zu tun, wenn das Arbeitszeugnis zu schlecht ist?

Wenn Sie beweisen können, dass das Zeugnis zu schlecht bewertet, fordern Sie einfach ein neues an. Der Gesetzgeber hat die Autoren von Arbeitszeugnissen verpflichtet, wohlwollende Zeugnisse auszustellen. Enthält ein qualifiziertes Arbeitszeugnis Formulierungen die ihnen unangebracht erscheinen oder missfällt es Ihnen in seiner Gesamtheit, können Sie eine Änderung verlangen. Wenden Sie sich zunächst direkt an den Autor. Vielleicht fehlt ihm die Kenntnisse oder Erfahrungen um ein Arbeitszeugnis fachgerecht zu verfassen.

Wenn das nicht hilft, reden Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Zeigen Sie diesem die zu beanstandeten Passagen in Ihrem Arbeitszeugnis und erklären Sie, welche Korrekturen Sie wünschen. Ist auch diesem Versuch kein Erfolg beschieden, ist es Zeit externe Hilfe in Erwägung zu ziehen. Zuvor können Sie auch erwägen, es selbst zu verfassen. Vielleicht finden Sie im Internet ein qualifiziertes Arbeitszeugnis als Vorlage oder Sie bemühen zunächst einen Qualifiziertes-Arbeitszeugnis-Generator. Das Ergebnis mit diesen Hilfsmitteln sollten Sie jedoch unbedingt von qualifizierten Dritten prüfen lassen, bevor Sie es dem Arbeitgeber zur Unterzeichnung vorlegen.

Wenden Sie sich bitte an die Münchner ArbeitnehmerHilfe, wenn Sie in einer Zeugnissache arbeitsrechtliche Hilfe benötigen. Wir untersuchen das Arbeitszeugnis auf Herz und Nieren. Sollten Sie unzufrieden mit der Bewertung Ihrer Leistungen sein, erstreitet einer unserer Fachanwälte für Arbeitsrecht gerne eine besseres Zeugnis für Sie.

Die telefonische Soforthilfe steht allen Arbeitnehmer aus München und Umgebung von Montag bis Freitag, zwischen 9 und 17 Uhr, unter der Telefonnummer 089-38398790 kostenlos zur Verfügung.
 



Hier finden Sie weitere Informationen zum Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisarten, Voraussetzungen und Inhalt

Das Arbeitszeugnis ist eine vom Arbeitgeber erstellte Urkunde und nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Endzeugnis fällig. Leider ist die Rechtsstreitigkeit über die Ausstellung des Zeugnisses...

Beratung bei Erhalt eines Arbeitszeugnisses

Bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Der Arbeitgeber ist verpflichtet ein solches wohlwollend auszustellen und wahrheitsgemäße Angaben...

Ausschlussklauseln

Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie kündigen Ihr Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist und Form. Entweder Sie fordern Ihr Zeugnis unmittelbar mit dem Kündigungsschreiben...


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